Ist Jodsalz wirklich ungesund?

15. Juli 2020 Ernährungstipps - Wussten Sie schon?

 

Uns ist die kontroverse Diskussion über den Einsatz von Jodsalz bekannt und wir verfolgen schon seit längerem die unterschiedlichen Stellungnahmen. Zwischen Jodbefürwortern und Jodkritikern ist ein wahrer Kampf entbrannt - pro und kontra Jodierung von Lebensmitteln.

Da wir ein Lebensmittelunternehmen sind, das bewusste Ernährung vertreibt, sind wir stets bemüht, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in unserer Produktentwicklung zu berücksichtigen. Wir stützen uns hier auf die offiziellen wissenschaftlichen Empfehlungen. Auch das Bundesministerium für Risikobewertung bestätigt in seinen Stellungnahmen regelmäßig, dass jodiertes Speisesalz in der Prävention sehr sinnvoll ist und davon in keiner Weise gesundheitliche Risiken ausgehen.


Woher kommt das Jod?

Für die Herstellung von Jodsalz wird in Deutschland Kaliumjodat verwendet. Als Rohstoff dienen die Salpeterlagerstätten Chiles, die bis zu 0,1 % Jod enthalten. Jod liegt in diesen Lagerstätten bereits als Natrium- oder Kalziumjodat vor, welches zum Zwecke der Reinigung zu elementarem Jod reduziert wird. Daraus wird reines Kaliumjodat gewonnen. Es handelt sich hier um eine natürliche Jodverbindung, wie
sie auch in der Natur vorkommt.


Wie wird Jod verstoffwechselt?

Mit der Nahrung aufgenommenes Jodat wird im Darm zu Jodid reduziert und Jodid wird über den Dünndarm rasch aufgenommen.

 

Welches Gefärdungspotential geht von Jod aus?

1. Akute Jodvergiftung
Von einer akuten Jodvergiftung spricht man, wenn zu große Mengen an Jod (bis zu 15000 mg) z.B. mit Jodtinktur aufgenommen wurden. Die Betroffenen erlitten dabei z.B. Erbrechen, Magenkrämpfe, Fieber und Koma, zum Teil mit tödlichem Ausgang.

2. Jodüberempfindlichkeit bzw. Jodallergie
Eine Überempfindlichkeit bzw. Allergie kann nach sehr hohen Dosen von Jod auftreten, wie sie infolge von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln, jodhaltigen Desinfektionsmitteln, jodhaltigen Kosmetika oder einigen jodhaltigen Medikamenten aufgenommen werden können. Dabei spielen der Hautkontakt und
intravenöse Anwendung eine entscheidende Rolle für das Auslösen dieser seltenen Erkrankung. Bei Aufnahme von physiologischen Jodmengen über die Nahrung wurde dies nicht beobachtet.

3. Störung der Schilddrüsenfunktion
Sowohl eine zu niedrige Aufnahme von Jod (<50 μg/Tag) als auch eine zu hohe Aufnahme (>5000 μg/Tag) kann die Schilddrüsenproduktion beeinträchtigen. Eine zu hohe Jodaufnahme kann sich entweder als Schilddrüsenüberfunktion oder als Schilddrüsenunterfunktion mit oder ohne Kropf manifestieren. Normalerweise können von gesunden Erwachsenen Jodmengen von mehr als 1000 μg pro Tag ohne irgendwelche Nebenwirkungen toleriert werden.

 

Wo liegt die unbedenkliche Zufuhrmenge?

Bevölkerungsgruppen, die in der Vergangenheit einem Jodmangel ausgesetzt waren, haben jedoch eine niedrigere unbedenkliche Zufuhrmenge als gut versorgte Personengruppen. Daher haben das BgVV und die DGE aus Vorsorgegründen zum Schutz von empfindlichen Verbrauchern infolge des bestehenden chronischen Jodmangels empfohlen, dass die Jodzufuhr bei Erwachsenen 500 μg/Tag generell nicht überschreiten sollte. Damit wird auch bei bestehender kompensierter Autonomie der Schilddrüse in der Regel keine Hyperthyreose ausgelöst.
Physiologische Jodmengen von 150-200 μg pro Tag, haben weder einen negativen Einfluss auf die überschießende Hormonproduktion der Basedow-Schilddrüse, noch können sie zu einer Stoffwechselentgleisung bei vorhandener Autonomie führen oder sonstige Nebenwirkungen hervorrufen. Ebenso wird durch die Festlegung von Höchstmengen (5 mg/kg) bei der Jodierung von Futtermitteln sichergestellt, dass über tierische Lebensmittel, insbesondere Milch und Eier, nur Jodmengen aufgenommen werden, die in diesem physiologischen Bereich liegen.

 

Wie viel Jod wird mit jodiertem Speisesalz aufgenommen?

Jodsalz enthält 32 mg Kaliumjodat/kg. Das entspricht 20 mg Jod pro kg Salz. So würden im Idealfall bei einem Verzehr von 6g Salz (empfohlenen Tageszufuhr) aus 100% Jodsalz in der Gesamtnahrung 120 μg Jod zusätzlich aufgenommen. Diese aufgenommene Jodmenge aus jodiertem Speisesalz kann in keiner Weise eine Gefahr darstellen.

 

Fazit

Wir verwenden in einigen unserer Produkte aus Gesundheitsvorsorge weiterhin jodiertes Meersalz. Dennoch beobachten wir natürlich auch die steigende Zahl unserer Kunden, die aus unterschiedlichen persönlichen Gründen keine Lebensmittel mit jodiertem Speisesalz verwenden möchten. Daher können Sie bei uns eine Liste mit unseren Jodsalz-haltigen Produkten herunterladen.
>>> Hier gibt es die Liste zum Download


Empfehlenswerte Internetseiten zum Thema Jod:
• Aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. www.aid.de
• Arbeitskreis Jodmangel, www.jodmangel.de
• Bundesinstitut für Risikobewertung, www.bfr.bund.de
• Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.bzga.de
• Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, www.endokrinologie.net
• Deutsche Gesellschaft für Ernährung, www.dge.de
• Forum Schilddrüse e.V., www.forum-schilddrüse.de
• Klinikum der Universität München, Prof. Dr. Gärtner, www.jod-fuer-zwei.de
• Robert Koch Institut, www.rki.de

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